01.-03.10.2011: Trainings- und Erlebniswochenende in Waren an der Müritz

Nachdem im vergangenen Jahr erstmals eine Delegation unseres Vereins nach Waren gefahren war und mit sehr positiven Eindrücken zurückkehrte, folgten wir auch in diesem Jahr wieder der Einladung des SKV Müritz. Eine exakte Wiederholung des Vorjahres sollte es jedoch nicht geben. So war für dieses Jahr kein Wettkampf zwischen den Vereinen geplant, stattdessen sollten vor allem gemeinsame Trainingseinheiten und der Erlebnisfaktor im Mittelpunk stehen.

Am Samstag Morgen trafen sich die 11 jungen Mattenteufel gemeinsam mit ihren Betreuern an unserem Verein. Nach einem kleinen Zwischenstopp beim befreundeten PSV Erfurt, der auch wieder ein großes Team zusammengestellt hatte, starteten wir gemeinsam unsere Reise in den Norden des Landes. Trotz einiger Staus und einer größeren Mittags- und Spielpause in einem berühmten Fastfoodrestaurant trafen wir schon nach 6 Stunden Fahrzeit gegen 16 Uhr in Waren ein. In der großen Mehrzweckhalle des gastgebenden SKV Müritz errichteten die Kinder zunächst ihre Nachtlager und bauten die Judomatte auf. Anschließend stand die erste gemeinsame Trainingseinheit auf dem Plan. Nach einer abwechslungsreichen Erwärmung, bei der die über 60 Kinder der 3 Vereine sichtlich Freude an so einigen unbekannten Übungen zeigten, durften sich die Sportler mit ihren neuen Partnern im Randori (Übungskampf) messen. Nach dem Training ging es zum gemeinsamen Abendessen in die Mensa. Anschließend ließen die Kinder ihrem Bewegungsdrang frei nach dem Motto „Rumtoben bis zum Umfallen“ bei Fußball, Volleyball, Basketball, Hockey,… bis in die Nacht freien Lauf.

Sonntag Morgen wurde pünktlich 7 Uhr zum Frühsport gerufen. Beim reichhaltigen Frühstückbüffet stärkten sich die Sportler für die folgende Trainingseinheit. Nach einer Vielzahl spielerischer Übungsformen im Boden, konnten die Kinder auch hier wieder ihr Können im Randori erproben. Leider verletzte sich unser Clayde bei einem eigenen Wurfansatz so schwer am Zeh, dass er den Rest des Wochenendes im örtlichen Krankenhaus verbringen musste.

Nach dem Mittagessen ging es zu Fuß (10min.) zum wunderschönen Warener Müritzstrand. Von hier aus machte sich die erste Gruppe auf den Weg in den Kletterwald, während die anderen im größten See, der vollständig in Deutschland liegt, planschen durften. Dabei zeigten sich viele Kinder von der doch schon reichlich abgekühlten Wassertemperatur unbeeindruckt und freuten sich über Freibad-Feeling im Oktober. Der abenteuerliche Weg in den Kletterwald führte die andere Gruppe über eine teilweise überschwemmte Brücke durch ein Moor. Wer trocken bleiben wollte, musste hier schon einmal auf dem Geländer entlang klettern! Mit voller Klettermontur (inkl. Helm) ausgestattet durften die Judoka nach einer ausführlichen Einweisung anschließend auf den Parcours „Greenhorn“, „Robin Hood“, „Big Foot“ und „Eichhörnchen“ durch die Lüfte schwingen. Während insbesondere die jüngeren Kinder die ein oder andere Hilfestellung der ebenfalls mit in den Bäumen hängenden Trainer dankbar annahmen, absolvierte der Großteil der Gruppe alle 4 Parcours mit Bravour und reichlich Spaß. Anschließend wurde getauscht: Wer klettern war, ging Planschen - wer planschen war, ging klettern!

Am Abend trafen sich dann wieder alle Kinder und Betreuer zum gemeinsamen Grillen an der Sporthalle. Danach ging es mit den Schlafsäcken zum Filmabend auf die Judomatte. Nach dem Film blieben viele Kinder an Ort und Stelle liegen, die anderen schafften es noch zurück an ihre alten Schafplätze. Sichtlich erschöpft vom bewegungsreichen Tag kehrte schon wenige Minuten nach Filmende Totenstille in der Halle ein!

Montag Morgen stand noch einmal Frühsport und gemeinsames Frühstück auf dem Plan. Anschließend wurde gepackt. Für uns Mattenteufel ging es zunächst ins örtliche Krankenhaus, wo wir endlich unseren Clayde wieder in unsere Reihen aufnehmen durften. Von hier aus starteten wir die Heimreise, auf der die letzten Tage, insbesondere die Erlebnisse im Kletterwald, noch einmal ausführlich durch die Kinder ausgewertet wurden. Gegen 17 Uhr erreichte der mattenteuflische Bus die Blumenstadt.

Fazit: Ein schönes, erlebnisreiches Wochenende. Die Kinder zeigten sich im Großen und Ganzen sehr diszipliniert, so dass auch die Trainer ein wenig entspannen konnten. Wir danken Maximilian Mayer, der früher in Erfurt trainierte und nun in Waren hauptamtlicher Trainer ist, für die Einladung und gute Organisation und freuen uns auf nächstes Jahr! (J. Riede)

 

 
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