21.07.2009

Sommerfreizeit „Mattenteufel meets PSV“ in Bad Blankenburg
21.- 28.07.2013:

Gemeinsam mit dem PSV Erfurt führten wir in diesem Jahr erstmals eine Sommerfreizeit für Kinder ab 10/11 Jahren an der Landessportschule in Bad Blankenburg durch. Hier der grobe Ablauf einer gelungenen Woche:

 

21.07.

Sonntag Mittag trafen sich die 22 Sportler mit ihren Trainern und Betreuern vor Ort in Bad Blankenburg. Nach einigen belehrenden Worten ging es bei herrlichem Sonnenschein zum ersten Mittagessen auf die Terrasse des Sportobjekts. Auf eine Führung durch die Unterkunft und die Sportanlagen folgte die erste Abkühlung im nahegelegenen Fluss. Besonders der „kleine“ Wasserfall zog die Judoka in seinen Bann. Zur Einstimmung auf die kommenden Tage gab es anschließend ein Film zur Entstehung und Entwicklung unserer Sportart zu sehen. Nach dem Abendbrot folgte das erste Kyu-Training.

 

22.07.

Montag früh trafen wir uns wie an allen darauf folgenden Tagen 7:30 Uhr zum Frühsport, der täglich aus einem kurzen Lauf und verschiedenen Uchi-komi-Formen bestand. Nach dem Frühstück folgte die erste Technikeinheit. Im Mittelpunkt dieser Woche sollten im Boden mehrere Hebeltechniken, im Stand Fußwürfe und Wurfverkettungen stehen. Am Ende der Einheit ging es täglich in die angrenzende Turnerhalle, wo nach einigen „Pflicht-Kletterstangen“, Gelegenheit zu etlichen kreativen Flügen in die Sprunggruben bestand – eine sehr beliebte Abwechslung! Nachmittags besuchten wir das örtliche Freibad. Zunächst galt es hier einige Bahnen auf Zeit zu schwimmen – erstes Element des Deutschen Sportabzeichens (DOSB), dessen Abnahme ebenfalls Bestandteil der Woche sein sollte. Anschließend blieb aber noch genug Zeit zum Planschen bzw. Bahnen ziehen (Dorian: 70x25m!). Nach der abendlichen Kyu-Einheit mussten die Sportler ihr Können im Standweitsprung unter Beweis stellen. Wie schon am ersten Abend hatten einige Erfurter Probleme beim Einhalten der Nachtruhe (22 Uhr). Diesmal verlagerten wir die „Extraeinheit“ vom Flur auf das beschauliche Außengelände, wo sich „auserwählte“ Sportler (besonders „Spezialzimmer“ 101) von nun an fast täglich einfanden, um auf nächtliche Kilometerjagd zu gehen.

 

23.07.

Nach dem üblichen Vormittagsprogramm stand Dienstag Nachmittag eine größere Athletikeinheit auf dem Plan. Auf ein anspruchsvolleres Riegenspiel und einen „hässlichen“ Kraftkreis, folgten Fußball und Volleyball – alles bei nahezu tropischer Hitze. Die sich anschließende Abkühlung im Fluss wurde von allen Sportlern begeistert angenommen. Nach dem abendlichen Kyu-Training ging es erneut auf den Sportplatz. Im Rahmen des Sportabzeichens galt es diesmal Lauf und Weitsprung zu absolvieren.

 

24.07.

Auch Mittwoch gab es bis zum Mittag keine Abweichungen vom Plan. Lediglich die Vergabe der „Wochen-Kreativaufgabe“ war neu und sorgte für reichlich Aufregung. So galt es in Gruppen (6-8 Sportler) in den kommenden Tagen ein Theaterstück vorzubereiten, das folgende 10 allgegenwärtige Begriffe enthalten sollte: Jigoro Kano, Wasserfall, Chicken-Nuggets, Gürtelprüfung, Burg Greifenstein, Zimmerkontrolle, Pünktlichkeit, Uchi-komi, Badetuch, Nachtruhe. Ab sofort wurden die Pausen meist in „geheimbundartigen“ Gruppen abgehalten. Am Nachmittag trafen wir uns zur Burgwanderung – der steile Anstieg machte die als Unternehmung getarnte Athletik-Einheit zur Herausforderung. Doch nicht nur der: während der Falknershow, die unerwarteterweise alle Sportler begeisterte, brach ein heftiges Gewitter aus, gefolgt von weltuntergangsartigen Schauern. Die Show wurde abgebrochen. Nach dem „Run“ ins Tal waren alle Erfurter klitschnass. Das von den Trainern versprochene Eis wurde trotzdem noch am örtlichen Einkaufszentrum überreicht. Nach dem Abendbrot stand diesmal „nur“ Kyu-Training auf dem Plan. Die zusätzliche Freizeit nutzten einige zum Fußballspiel in der Halle.

 

25.07.

Donnerstag ging es ausnahmsweise schon vormittags auf dem Sportplatz, wo die Sprintleistungen für das Sportabzeichen überprüft wurden. Anschließend durften wir einem Freundschafts-/Trainingsspiel zwischen den Handballbundesligisten THSV Eisenach (Aufsteiger 1. BL) und SC DHFK Leipzig (2. BL) beiwohnen. Beide Mannschaften hielten sich parallel zu uns im Objekt auf. Die Eisenacher konnten die von unseren Judoka begeistert umjubelte Partie knapp für sich entscheiden. Nachmittags ging es dann zum Technik- und Randoritraining auf die Matte und anschließend zur Erfrischung in den Fluss. Eine von den Trainern inszenierte Wasserbombenschlacht sorgte für Auflockerung im Trainingslageralltag. Nach dem abendlichen Kyu-Training ging es zur Abnahme des Ausdauerlaufs noch einmal auf die Laufbahn.

 

26.07.

Freitag Vormittag wurde wieder das gewöhnliche Programm absolviert. Nachmittags standen Spiel und Spaß im Freibad auf dem Programm. Abends fanden sich noch einmal alle Sportler und Trainer zum finalen Kyu-Training im Dojo ein.

 

27.07.

Der Samstag stand schließlich im Zeichen der Gürtelprüfung. Vor den Augen des PSV-Prüfers Jura Scholz zeigten alle 15 Prüflinge eine ordentliche Leistung – alle bestanden, klasse! Zur Entspannung ging es anschließend ein letztes Mal in die Schwarza. Ein größerer Splitter unter dem Zehnagel eines Sportlers mündete schließlich in den „trainingslager-obligatorischen“ Krankenhausbesuch. Die lange Wartezeit in der Notaufnahme ließ die für den Abend geplante Theateraufführung ins Wasser fallen. Stattdessen fanden sich nach dem Abendbrot noch einmal alle Sportler, Betreuer und Trainer zu einem größeren Fußballspiel zusammen.

 

28.07.

Sonntag Morgen wurde schließlich die Theateraufführung nachgeholt. Alle Gruppen stellten ihre Kreativität unter Beweis und boten u.a. in Form von TV-Reportagen und Storys aus fremden Galaxien neuartige Einblicke in die Geschichte des Judo. Die Zuschauer lernten dabei vor allem eins: „Die Uschi ist gar nicht komisch!“ (Uchi-komi). Zum Abschluss wurde die Auswertung und Siegerehrung der täglichen Zimmerkontrolle durchgeführt. Bemerkenswerterweise machten zwei Jungen hier das Rennen: Glückwunsch an Sammy und Felix (blau)! Anschließend traten die Sportler nach und nach die Heimreise an.

 

Die Trainer und Betreuer blicken auf eine einzigartige Woche zurück. Nach anfänglichen Berührungsängsten verschmolzen beide Vereine vor allem durch gemixte Kyu-Paare und beim Vorbereiten der Theaterstücke. Das Wechselspiel von Anstrengung und Herausforderung auf der einen Seite und Spaß und Entspannung auf der anderen wurde von den meisten Sportlern sehr gut angenommen. Beeindruckende Leistungen boten vor allem die jüngsten und „frischen“ Teilnehmer, die sich mit viel Biss und Durchhaltevermögen durch die kleinen Strapazen der teilweise doch recht langen und anspruchsvollen Tage kämpften! Wir danken unseren PSV-Freunden, die sich um die Vorbereitung und Organisation der Maßnahme kümmerten und freuen uns auf eine Neuauflage im kommenden Jahr!

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